Café am Rand der Stadt

Nur ein verstohlener Blick. Ein flüchtiger Moment. Ein schnelles Hinschauen, ohne dabei selbst bemerkt zu werden.

In der Anonymität versunken, beinahe unsichtbar und doch in der Lage, eine visuelle Impression einzufangen, die für niemand anderen bestimmt war.

Das unaufgeforderte, heimliche Eindringen in die Privat-, in die Intimsphäre.

Schon viel früher bist du mir aufgefallen. In einem Café am Rand der Stadt. Umhüllt von warmer Sommerluft beobachtete ich dich von einem entfernten Tisch aus. Ich trank meinen Kaffee, meine Augen wanderten über den Porzellanrand der Tasse hinüber zu dir.

Sanfter Wind spielte mit deinen Haaren. Deine filigranen Finger sammelten die umherwirbelnden Strähnen ein und legten sie hinter dein Ohr.

Du warst vertieft in ein Buch. Nichtsahnend von meiner Anwesenheit und der Aufmerksamkeit, die ich dir schenkte.

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Erinnerungen

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[vo̯aˈjøːɐ̯] Voyeur, der